66 Minuten – Das Amulett – Escape Room Neuwied

Neuwied / 2-6 Spieler:innen / Preis: 44 – 88 EURO pro Person / Bewertung: 9.3

Adresse: 56564 Neuwied, bei den Koordinaten: 50°25’43.3″N 7°27’20.5″E

Gespielt: 09.07.2022

Anzahl Spieler:innen: 3

Voraussichtliche Lesedauer: 6 Minuten

Der 3. Teil der Madita Trilogie

Nachdem wir im zweiten Teil der Madita Trilogie im Trophäensammler in Schlabbecks Wohnung einem großen Geheimnis auf die Spur gekommen sind, war es nun Zeit für das große Finale der Trilogie. Wie uns Das Amulett gefallen hat, das lest ihr hier. 

Gespielt haben wir die von 66 Minuten entworfene Madita Trilogie, welche sich aus drei unterschiedlichen Escape Abenteuern zusammen setzt: Jeder dieser drei Räume – Maditas Geheimnis , Der Trophäensammler und Das Amulett – funktioniert auch losgelöst von den anderen Räumen und muss nicht als Trilogie gespielt werden. Gleichzeitig jedoch gibt das Spielen dieser Räume, in genau dieser Reihenfolge, der Geschichte rund um Schlachter Schlabbeck viel mehr Tiefe. 

Im Vergleich zu unserem letzten Besuch hat sich Einiges getan. 66 Minuten hat einen neuen Haupteingang und somit auch einen neuen Empfangsbereich, welcher stimmungsvoller daher kommt als bei unserem letzten Besuch. Wenn ihr die Infos in eurer Bestätigungs-Mail richtig gelesen habt, bekommt ihr jedoch nicht allzu viel davon mit. Das Abenteuer startet direkt vor der Tür.

Nachdem wir uns zum angegebenen Treffpunkt aus unserer Buchungsbestätigung begeben hatten, waren wir zugleich Teil der Story. Wir wurden von der ASF recht rüpelig in Empfang genommen und erhielten unser Briefing. Dieses Briefing war zum Teil redundant, vor allem da wir ja nun schon Maditas Geheimnis und der Trophäensammler hinter uns gebracht hatten. Spielt man das Amulett losgelöst, macht dies jedoch auf jeden Fall Sinn. Die schauspielerische Interaktion haben wir dennoch mehr als genossen.

Das Amulett

Aus Angst hat Schlabbeck Maditas Amulett von einem Maulwurf aus dem Spiegelsaal der ASF stehlen lassen und es an Maditas Versteck platziert. Er wollte damit ihren Geist besänftigen. Noch zorniger vertrieb Maditas Poltergeist Franz-Josef aus der eigenen Wohnung. Über ein Dutzend Agenten haben vergeblich versucht, das Gründeramulett aus der Wohnung zu bergen. Ihr seid Antons letzte Hoffnung. Das Medium Delta Mirekh hat die Seite gewechselt und wird euch mit Rat und Tat zur Verfügung stehen…

Der Raum

Wieder betreten wir Schlabbecks Wohnung, welche dieses mal wesentlich düsterer erscheint, wenn auch vertraut aus dem Beginn vom Trophäensammler. Doch in dieser Wohnung, welche nun von Maditas Geist heimgesucht wird, ist nichts mehr so, wie es scheint. Wie es sich für einen Horror- bzw. gruseligen Escape Room gehört, ist die Atmosphäre alles. Hier schafft es 66 Minuten wie in keinem ihrer Räume zuvor eine wirklich dichte und angespannte Atmosphäre zu erzeugen. Dies ist nicht nur einem wirklich guten Timing von Effekten und sonstigen Einlagen zu verdanken, sondern auch dem Licht und dröhnenden räumlichen Sound. Das Amulett bietet innerhalb des Verlaufs eine Hommage an  diverse kultige Horrorfilme, deren Einsatz stark zum eigentlichen Erlebnis des Raums beiträgt. Vor allem wenn Spielende Teil 1 der Madita Trilogie gespielt haben, entfaltet das Finale storytechnisch seine ganze Wucht und ist packend bis zum Schluss.

Die Rätsel

Generell sind Rätsel und deren Schwierigkeitsgrad in Horror Escape Rooms meistens leichterer Natur, da die Spielenden natürlich hier mit anderen Dingen beschäftigt sind, als irgendwelche Formeln zu knacken. Nichtsdestotrotz bietet das Amulett eine lineare Rätselstruktur. Die Hinweisführung ist gelungen implementiert. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und fordern vor allem Kooperation, Kommunikation und Vertrauen im Team.

Die Gamemaster

Der Einsatz von Hilfestellungen erfolgt eher indirekt, durch den Einsatz von Licht und diversen Einspielern im Raum. So wird zu keiner Zeit die Immersion gebrochen und alles fühlt sich als Teil der Geschichte an. Das Timing war perfekt.

Marias FAZIT

Selten hat ein Raum bei mir so eine Bandbreite an Emotionen ausgelöst, zu denen neben Angst auch Betroffenheit und Humor gehörten. Das Amulett war mein erster Horror-Escape-Room, weshalb ich mich besonders über einen Isolationsmoment gefreut habe, um das volle Erlebnis mitzunehmen. Es war für mich genau die richtige Portion Horror: machbar und dennoch voll Anspannung während des Spielens. Die Geräuschkulisse und die Effekte waren perfekt aufeinander abgestimmt und mit einer Präzision getimed, die für eine gelungene Immersion in diesem Raum notwendig ist. Die kooperativen Rätsel helfen bei der Bewältigung des Raumes, denn das Team kann nur zusammen funktionieren. Das schweißt zusammen – und wenn alle Spielenden sich händchenhaltend Rücken an Rücken an der vermeintlich sichersten Stelle im Raum hinstellen, bereit für alles, was da kommen mag. Das Amulett war für mich der perfekte Abschluss für die Madita Trilogie und ein Raum, an den ich mich sehr lange erinnern werde.

Sebastians FAZIT

Das Amulett ist der krönende Abschluss der Madita Trilogie und es sollte unter keinen Umständen als eigenständiger Raum gespielt werden. Denn nur in Verbindung mit den anderen beiden Räumen Maditas Geheimnis und Trophäensammler, entfaltet es storytschnisch seine ganze, vor allem emotionale Wirkung. Für mich hat es 66 Minuten dieses Mal geschafft eine Story zu erzählen, welche nachvollziehbar war und man nicht das Gefühl hatte sich tiefer in die Story um die ASF einarbeiten zu müssen. 66 Minuten hat hier ein wirklich toll inszeniertes immersives Abenteuer geschaffen mit einem Gruselfaktor, welcher als leicht überdurchschnittlich einzuordnen ist. Hier greift alles ineinander, was in in solch einem Raum ineinander greifen muss. Sound, Licht und Timing erschaffen eine gelungene Illusion.

Das Amulett
9.3 Escape Maniac
9.8 Leser (4 votes)
Atmosphäre
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1 Antwort

  1. 31. Juli 2022

    […] Jeder dieser drei Räume – Maditas Geheimnis (Zur Review), Der Trophäensammler und Das Amulett (Zur Review) – funktioniert auch losgelöst von den anderen Räumen und muss nicht als Trilogie gespielt […]

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