Escape the Room – Das Geheimnis der Sternwarte und Das Geheimnis des Refugiums von Dr. Gravely

Die Spiele Escape the Room – Das Geheimnis der Sternwarte und Das Geheimnis des Refugiums von Dr. Gravely vom Anbieter Thinkfun stellen neben den bisher erschienen Spielen auf dem Brettspielmarkt (Escape Room – Das Spiel und Exit – Das Spiel) eine weitere Option für Escape Room Spieler dar, welche abends in kleiner Runde am Wohnzimmertisch nicht von Escape Rooms genug bekommen können.

Wir haben beiden Spielen eine Chance gegeben. Wie auch die anderen verfügbaren Spiele am Markt unterscheiden sich die beiden Escape the Room Spiele nicht sonderlich im Aufbau, jedoch in der Story. Öffnet man die Spieleverpackung findet man in der Regel:

  • Eine Spielanleitung
  • Eine Codescheibe
  • 3 – 4 Umschläge inkl. Inhalt

Auch das Spielprinzip gleicht sich natürlich und ist unabhängig vom Szenario. Das einzige was hier variiert, sind die entsprechenden Symbole und Darstellung der Codes auf der beigelegten Decodier-Scheibe. Ebenso wie Exit – Das Spiel verzichtet Escape the Room komplett auf mechanische Specials wie eine Uhr oder sonstige Gerätschaften. Die Zeit solltet ihr mit einer Uhr oder eurem Handy selbst stoppen. Die Spiele sind je nach Spielerzahl auf 90 – 120 Minuten ausgelegt. Dass der Fokus bei Escape the Room jedoch mehr auf der Story liegt als auf den Rätseln, wird dem Spieler schon bewusst, wenn man einen Blick auf die offizielle Homepage der Spiele wirft. Hier findet man als Spieler eine Empfehlung für die passende Musikuntermalung des Spiels, sowie inspirierende Bilder für mögliche Kostüme, welche man während des Spielens tragen könnte.

Doch wie spielt sich nun Escape the Room?

Der Spielablauf

Beide Escape the Room Spiele beginnen mit einer sogenannten Szenariokarte, auf welcher die Spieler in die Welt des entsprechenden Escape the Room – Szenarios eingeführt werden. Im Gegensatz zur oben genannten Konkurrenz auf dem Markt ist die Hintergrundgeschichte recht ausführlich und sehr atmosphärisch auf das Papier gebannt. Sobald man die Geschichte seinen Mitspielern vorgelesen hat, betätigt man den Timer und das Spiel kann beginnen. Dabei kommen die erwähnten Umschläge zum Einsatz, die nacheinander zu lösen sind. Teilweise enthalten sie Spielbestandteile, die erst später zu nutzen sind.

Escape the Room - Das Geheimnis der Sternenwarte

Escape the Room – Das Geheimnis der Sternenwarte

Um die Umschläge zu öffnen, muss man einen entsprechenden Code auf der mitgelieferten Codescheibe finden. Diese besteht aus vier verschiedenfarbigen (rot, gelb, grün, blau) Scheiben mit diversen Symbolen. Hierzu gilt es die entsprechenden Rätsel in den Umschlägen zu lösen. Schafft man es die Symbole korrekt anzuorden, erscheinen in den Löchern die gleichen Symbole wie am Rand und auf dem Umschlag, welchen es zu öffnen gilt. Dadurch weiß der Spieler, dass die Lösung korrekt war, darf den nächsten Umschlag öffnen und kann im Spiel voranschreiten.

Im finalen Umschlag jedes Spieles, befindet sich eine Szenariokarte, welche es einem ermöglicht das Spiel mit zwei Optionen zu beenden und die Geschichte unterschiedlich enden zu lassen.

Die Story

Von allen bisher gespielten Escape Room Spielen auf dem Markt bietet Escape the Room das dichteste Storytelling. Die Geschichte, welche man spielt, ist rund und spannend. Die liebevoll gestalteten Umschläge und der Inhalte dieser treiben die Geschichte des Spiels gelungen voran und nehmen den Spieler entsprechend gefangen. Auch das Ende des Spiels mit der Möglichkeit aus zwei Optionen zu wählen, ist ein nette Idee, welche jedoch nicht ganz zur Entfaltung kommt. Dies liegt unter anderem daran, dass man als Spieler nie wirklich in Zeitnot gerät – was unter anderem mit den Rätseln zusammen hängt.

Momentan gibt es zwei Escape the Room Geschichten, welche man kaufen und spielen kann.

Das Geheimnis der Sternenwarte

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Wir schreiben das Jahr 1869 und der renommierte Astronom des Städtchens wurde seit dem vorzeitigen Ableben seiner Frau nicht mehr gesehen. In letzter Zeit geschehen merkwürdige Dinge auf dem Anwesen – man hört laute, fremdartige Geräusche und das Observatorium ist von einem unangenehmen Geruch sowie wabernden Rauchschwaden umgeben. Es liegt nun an euch, das Geheimnis der Sternwarte zu lüften!

Tipps und Lösungen zu Das Geheimnis der Sternenwarte findet ihr HIER.

Das Geheimnis des Refugiums von Dr. Gravely

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Wir schreiben das Jahr 1913. Als die Gewinner einer Wellness-Wochenend-Reise sich auf den Weg machen, stellen sie bei der Anreise im Foxcrest-Hotel, einem angesagten Kurhotel für Besserverdiener, plötzlich fest, dass das Hotel nicht das ist, was es zu sein scheint. Panik bricht aus und plötzlich finden sich die Mitspieler gefangen im Hotel und mitten in der gruseligen Story um den verschwundenen Leiter des Kurhotels. Ziel ist es, gemeinsam mit der Gruppe aus dem Hotel zu entkommen und das Geheimnis zu lüften – dafür bleiben ihnen nur 60 Minuten. Jede Menge Nervenkitzel, aber ganz ohne das beklemmende Gefühl, tatsächlich eingesperrt zu sein.

Tipps und Lösungen zu Das Geheimnis des Refugiums von Dr. Gravely findet ihr HIER.

Die Rätsel

Die Rätsel bei Escape the Room sind leider der größte Schwachpunkt am so vielversprechenden Konzept. Diese machen hier tatsächlich den Unterschied aus. Schließlich steht und fällt das wahre Escape Room Feeling mit der Schwierigkeit und Vielfältigkeit der Rätsel. Die Rätsel sind größtenteils sehr einfach gehalten und streckenweise zu ähnlich und laufen nach dem gleichen Schema ab. Die Rätsel stellen vor allem Legespiele in den Fokus. Das ist teilweise nett umgesetzt, mag aber erfahrene Escape Room Spieler und Rätselenthusiasten unterfordern. Mathematische Rätsel gibt es nicht zu lösen und um die Ecke denken wird auch nicht gefordert. Dies alles führt dazu, dass man recht schnell ans Ende des Spieles gelangt und man weit von der angegebenen Spielzeit abweicht. So wird es wahrscheinlich den meisten Spielern gelingen die Spiele zwischen 30 – 60 Minuten durchzuspielen. So ging es uns zumindest.

Ein weiteres großes Manko an den Rätseln ist ebenfalls, dass diese nie für mehr als maximal 2 Spieler ausgelegt sind. Wir können uns nur schwer vorstellen, wie bei der maximalen Spielerzahl von acht Spielern hier wirklich Spaß aufkommen soll. Der Rest am Tisch wird sich wohl oder übel langweilen.

Wer einmal doch nicht weiterkommen sollte, der findet auf der offiziellen Website von Escape the Room entsprechend Tipps und Lösungen für die Rätsel.

Das Fazit

Als erfahrener Escape Room Spieler wird man sicherlich von der Qualität der Rätsel enttäuscht sein und auch ein richtiges Escape Room Feeling will nicht aufkommen. Dafür sind die Rätsel zu  einfach, linear und recht simpel gehalten. Hier findet man bei den Konkurrenten am Markt mehr Herausforderung und hat das Gefühl, dass man bei diesen Spielen etwas mehr für sein Geld erhält. Auf der anderen Seite sind diese beiden Spiele unserer Meinung nach eine tolle Möglichkeit, seine Kinder an das Thema Rätsel und Geschichten heranzuführen. Positiv ist uns aufgefallen, dass das Spiel im Gegensatz zu den Escape-Room-Spielen der Konkurrenz zwar nur einmal sinnvoll spielbar ist, jedoch ist das Spielmaterial wiederverwendbar.

Für wen lohnt sich Escape the Room?

  • Für alle, denen die Story und Aufmachung wichtiger sind als Rätsel
  • Für alle, die Gelegenheitsrätsler sind und Spiele suchen, die auch für Kinder geeignet sind.
  • Für alle, welche keine Lust auf langwierige Gesellschaftsspiele haben und Unterhaltung für 30 – 90 Minuten suchen.

Alle, für die dies zutrifft, können hier bedenkenlos zuschlagen.

Alle anderen, sollten sich einen Escape Room bei sich um die Ecke suchen oder einen Blick auf unsere Empfehlungsliste werfen und da spielen gehen.

Escape the Room
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Einstieg
Rätsel
Spielgefühl
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