66 Minuten – Der Doppelagent – Escape Room Neuwied

Neuwied/ 2-6 Spieler/ Preis: 23 – 33 EURO pro Person / Bewertung: 8.1

Adresse:  (Karte)

Gespielt: 07.03.2017

Anzahl Spieler: 2

Mit Ich hätte nie gedacht, dass ihr nach Neuwied kommt! wurden wir begrüßt, als wir die Räumlichkeiten von 66 Minuten betraten.  Wir hätten das auch nicht gedacht. Aber zum Glück lag Neuwied auf unserer Strecke. Jetzt fragt ihr euch sicher, wo Neuwied liegt. Neuwied liegt im Norden von Rheinland-Pfalz am rechten Rheinufer und nur 10km von Koblenz entfernt. Wir können euch jetzt schon sagen, der Abstecher nach Neuwied lohnt sich. Denn 66 Minuten wird vom Theater- und Kulturverein Chamäleon – Alles nur Theater e.v. betrieben und dies mit viel Herzblut. Vor allem, dass hier passionierte Theaterleute hinter den Escape Rooms stehen, hat uns besonders gereizt und wir haben einiges hinsichtlich der Story und Atmosphäre in den Räumen von 66 Minuten erwartet.

Die Räume von 66 Minuten befinden sich gegenüber dem fürstlichen Schloss von Neuwied in der verlassen daliegenden Schlosspassage in der Kulturkuppel. Kostenpflichtige Parkplätze sind in der Stadt vorhanden. In der leerstehenden Schlosspassage betrieben die Macher von 66 Minuten die letzten drei Jahre auch das über die Region bekannte und beliebte Horrorhaus Schlabbeck, ein interaktives Gruseltheater mit zahlreichen Live-Erschreckern auf drei Etagen. Als dies aus diversen Gründen eingestellt werden musste, machte der Kulturverein aus der Not eine Tugend und eröffnete seine zwei Escape Rooms – welche noch immer einen starken Bezug zu den Geschichten aus dem Horrorhaus und der Familie des Schlachters Schlabbeck haben. Der ein oder andere ehemalige Gast des Horrorhauses wird sicher die Anspielungen in den beiden Escape Rooms Der Doppelagent und Leichenschauschmaus verstehen. Beide Räume sind aber natürlich auch ohne jegliches Vorwissen spielbar.

Betritt man die Location von 66 Minuten findet man sich in einem mit Tarnnetzen abgehangenen und  abgedunkelten Empfangsbereich mit Tresen wieder, an welchem man später entsprechend von seinem betreuenden Gamemaster für die bevorstehenden Räume gebrieft wird. Ist man durch diesen durch, betritt man einen größeren Aufenhaltsbereich, welcher für mehrere Personen Platz bietet mit Spinten zum Verstauen seiner Wertsachen. Zu Trinken gibt es übrigens exklusive 66 Minuten – Energy Drinks und Apfelschorle aus Dosen. Nach einem kurzen exklusiven Rundgang und Hintergrundinfos konnten wir es kaum erwarten den ersten Raum zu spielen.

Im angesprochenen Empfangsbereich erhielten wir unser Standardbriefing. Keine Gewalt, jeder Schlüssel ist nur einmal nutzbar, etc.  und natürlich die Hintergrundstory zum Raum Der Doppelagent. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Zeit von 66 Minuten erst zu zählen beginnt, sobald man eine weiße Linie im Eingangsbereich des Raumes überschreitet. Mit diesem Wissen wurden wir in die erste Etage geführt und fanden uns vor einem Hauseingang wieder.

Der Doppelagent

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Neuwied. Kulturkuppel. Menschen verschwinden. Ein Anschlag scheint bevor zu stehen. Der mutmaßliche Täter, Schlachtermeister Schlabbeck, ist ausgemacht und wird seit längerem beschattet. Nun hat er seine Wohnung für 66 Minuten verlassen. Die ASF (Anti Schlabbeck Force) braucht eure Hilfe. Eure Aufgabe ist es dort nach Hinweisen zu suchen und das Verbrechen zu verhindern. Werdet ihr es schaffen? Die Zeit läuft…

Der Raum

Ja, bei der Wohnung von Schlachtermeister Schlabbeck handelt es sich tatsächlich um eine Mehrzimmer-Wohnung. Hier kann man eigentlich wenig verkehrt machen. Alles wirkt authentisch und nicht aufgesetzt, außer vielleicht eine Gittertür, welche uns kurzzeitig den Weg versperrt. Ansonsten steht der Spieler in einer klassischen, in der Zeit stehen gebliebenen Wohnung, die alles bietet bis auf Küche und Toilette. Jedoch ist in der Wohnung des Schlachters natürlich alles ein wenig abgegriffener und staubiger. Der Mann hat sicher Wichtigeres zu tun, als seine Wohnung sauber zu halten.

Die Betreiber von 66 Minuten verstehen ihr Theaterhandwerk und das kreieren von bestimmten Szenarien und Stimmung. Die Atmosphäre im Raum wird durch diverse Licht-, Sound- und Videoeffekte unterstützt. Vor allem die ein oder anderen Videoeinspielungen auf den an der Wand hängenden Monitoren unterstützen die eigentliche Story und war für uns bisher einzigartig in dieser Art und Weise. Jedoch ab und zu auch ein wenig verwirrend, da man teilweise im Rätseltunnel war und nicht immer gleich alles mitbekommen hat.

Die Rätsel

Die Rätsel in Der Doppelagent sind primär klassische 1. Generation-Rätsel mit dem ein oder anderen kleinem Gimmick gleich zu Beginn und zum Ende hin. Fokus liegt auch hier stark auf dem Thema Suchen und Finden, Kombinieren und Schlösser öffnen. Da es sich hier jedoch um ein klassisches „Durchsuche eine Wohnung“-Szenario handelt, fühlt sich alles real an und fügt sich gut in die Story des Raumes ein. Die Rätsel sind zum Großteil non-linear, logisch, konsistent und abwechslungsreich. Zu jederzeit hatten alle im Raum etwas zu tun.

Der Gamemaster

Leider war unser Gamemaster etwas übereifrig, wenn es darum ging uns Tipps zu geben. Teilweise kamen diese auf den Monitoren auf den Wänden zu schnell und direkt. Ab und zu auch gefühlt etwas deplatziert. Dies haben wir auch entsprechend wiedergespiegelt und uns wurde bei den Punkten entsprechend recht gegeben und versichert das dies auch sonst in der Form kaum vorkommt. Ansonsten wurde sich ausführlich dem Debriefing gewidmet und man ist mit uns noch einmal den Raum hinsichtlich der Rätsel durchgegangen.

66 Minuten und Der Doppelagent hat uns hinsichtlich unserer Erwartungen an einen Theaterverein nicht enttäuscht. Wir hatten im Raum eine Menge Spaß und vor allem auch hervorzuheben ist das eigentliche Storytelling. Man merkt, dass hier zuerst an der Story gearbeitet wurde, welche nicht 0815 ist und dann an den Rätseln. Alles wirkt harmonisch ausbalanciert und trägt zum positiven Spielgefühl bei. Wer in einem klassichen Raum genauso viel Spaß haben kann, wie in einem übertechnisierten Raum, dem sei Der Doppelagent nur ans Herz gelegt. Der Raum eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen und Gruppen bis zu 6 Spielern. Wobei letztere doch recht schnell durch die Wohnung durch sein könnten. 66 Minuten holen aus dem, was ihnen zur Verfügung steht, das Beste raus und das merkt man. Ein Abstecher nach Neuwied aus dem Kölner Umland oder von Koblenz aus lohnt sich auf jeden Fall.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, der Anti Schlabbeck Force beizutreten, dann bewerbt euch direkt über die Website von 66 Minuten.

Website: http://www.66minuten.de/

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