Mystery House Valkenburg – The Zodiac Letter – Escape Room Niederlande / Valkenburg

Valkenburg/ 3-6 Spieler/ Preis: 16,42 – 34,80 EURO / Bewertung: 8.1

Adresse:  (Karte)

Gespielt: 06.03.2017

Anzahl Spieler: 4

Wir haben uns auf den Weg zum Mystery House nach Valkenburg in die Niederlande begeben, da wir gehört haben, dass es sich hier um eine ganz besondere Location handeln soll. Die Escape Rooms vom Mystery House Valkenburg liegen in einem alten Kino, welches 1987 geschlossen wurde. Auf dem Kino soll ein Fluch liegen. Die Räume basieren jeweils auf den alten Filmen, welche damals im Kino gespielt wurden.

Valkenburg liegt kurz nach der niederländischen Grenze zwischen  Maastricht und Aachen in Deutschland. Mit dem Auto ist Mystery House Valkenburg  über die Autobahn innerhalb einer Stunde von Köln und Umgebung zu erreichen und von Aachen sogar innerhalb von 20 Minuten. Valkenburg ist eine recht kleine Stadt mit gerade einmal 16.000 Einwohnern und stark touristisch geprägt. Nehmt euch ein bisschen Zeit, wenn ihr vor Ort seid, um euch neben dem Mystery House auch Valkenburg selbst anzuschauen. Unter anderem liegt auf einer Anhöhe  die Ruine Valkenburg, die Reste der einzigen Höhenburg in den Niederlanden. Alles scheint ein wenig in der Zeit stehen geblieben zu sein.

Als wir das alte Kino betreten,  hatten wir das Gefühl eine kleine Zeitreise  in die 70er gemacht zu haben; alles war durchweg im Retrolook gehalten. Selbst Rik der Besitzer vom Mystery House, welcher hinter der Bar stand, schien in diese Zeit zu gehören. Wir wurden von ihm und seinem Hund zugleich freundlich begrüßt und nahmen in einer kleinen Sitzecke Platz. Rik spricht auch Deutsch. Er servierte uns Kaffee und Tee im 70er-Jahre-Geschirr aus einer 70er-Jahre-Kaffeemaschine und erzählte uns etwas über die Geschichte des Hauses, seine Philosophie und natürlich die Räume des Mystery Houses.

Momentan bietet Mystery House Valkenburg drei Räume an:

  • The Lost Flight basiert auf der Erzählung der ersten weiblichen Entdeckungsreisenden Amelia Earhart, die in den 30er Jahren als erste weibliche Pilotin alleine den Atlantik überflog und damit für Furore sorgte.
  • The Zodiac Letter, welcher sich mit dem berühmten kalifornischen Serienkiller aus den 70ern beschäftigt.
  • Der Master Mind Room, welcher nur für ein bis zwei Spieler gedacht ist und zur Nazizeit spielt.
  • 2017 öffnet dann auch noch ihr vierter Raum – Asylum Revealed, welcher in einer alten Irrenanstalt spielt. (Wir durften schon einen Blick auf den unfertigen Raum werfen und rein von der Atmosphäre macht dieser schon Lust auf mehr.)

Rik führte uns in die obere Etage des Kinos. Hier fanden wir uns in einer Art Vorraum zum eigentlichen Raum wieder. In der linken Ecke gab es einen Spint für unsere Wertsachen und in der rechten Ecke, vor dem Eingang zum The Zodiac Letter Raum, stand eine alte Standuhr. Rik gab uns ein kurzes Standardbriefing, wo er uns noch einmal darauf hinwies, dass wir doch alles mit roten Tape nicht unbedingt berühren sollten, wir keine Gewalt anwenden sollten und ganz wichtig „Denkt wie ein Kind“. Dann wandte er sich der Standuhr zu und weckte Egidius Theodorus Lumière, den Geist vom Erbauer des Kinos, welcher leicht verwirrt in der Standuhr erschien. Von ihm erhielten wir dann auch das finale Briefing zum Raum inklusive der Backstory. Ziel ist es den letzten Brief des Zodiac Killers zu finden und aus dem Raum zu entkommen.

The Zodiac Letter

Filmposter-the-zodiac-letter

13. Oktober 1969. In der Redaktion der San Francisco Chronicle ist es plötzlich mucksmäuschenstill. Da ist wieder einer. Beim Öffnen des Umschlags fällt ein Stück Stoff auf den Boden.  Alle Augen richten sich auf das von Blutflecken durchtränkte T-Shirt, auf dem ein gruseliger Text steht. Der Chefredakteur streicht über seine Kehle und beginnt mit zitternden Händen den Brief vorzulesen… „This is Zodiac speaking…“

Der Zodiac Killer ist der Deckname eines vermutlich jahrelang aktiven Serienmörders aus den 70er Jahren. Vermutlich, weil bis heute die Identität des Zodiac Killers noch immer unbekannt ist. Monatelang schickte er seine rätselhaften Briefe an die Medien in Kalifornien. Briefe mit grauenvollen Beschreibungen von Morden, die schon begangen wurden oder noch folgen sollten…. Merkwürdige, mysteriöse Berichte mit nahezu unlösbaren Kryptogrammen, von denen sicher einer bis heute noch nicht gelöst wurde… Allesamt mit dem augenscheinlichen Absender: Zodiac. Hast du den Mut „The Zodiac Letter“ zu öffnen?

Der Raum

Bei dem The Zodiac Letter Raum handelt es sich um eine Art Fotolabor, welches  atmosphärisch und authentisch eingerichtet ist. Überall finden sich die Zeichen des Zodiac Killers, Briefe und Fotos mit möglichen Opfern und dem möglichen Zodiac Killer. Unterstützt wird das ganze Szenario mit einer stimmungsvollen Sounduntermalung und den ein oder anderen unheimlichen Geräuschen vor dem Raum und im Raum. Für die richtige Lichtstimmung sorgen unterschiedliche Arten von Beleuchtungen. Einziges größeres Manko war der übermäßige Gebrauch des roten Tapes und die Erklärungen zu Rätseln an den selbigen.

Die Rätsel

Die Rätsel in The Zodiac Letter waren non-linear und in sich konsistent. Das Thema der Zodiac Briefe zieht sich durchs ganze Spiel. Das gesamte Team hatte die ganze Zeit etwas zu tun, auch hier ist wie in jedem Raum das Thema Kommunikation das A und O. Die Rätsel haben sich soweit wie möglich gut in das gegebene Setting eingepasst. Zum Größtenteil handelt es sich hier zum Großteil um klassische Rätsel mit dem Fokus auf Schlüssel und Zahlencodes. Auch The Zodiac Letter ist ähnlich wie der Master Mind Raum so konzipiert, dass man über diverse Hinweise zu den Lösungen finden kann, welche im Raum versteckt sind. Daher kann es jedoch auch dazu kommen, dass je nachdem wie schnell man ein Rätsel löst evtl. nutzlose Hinweise findet. Das finale Rätsel weiß dann am Ende noch einmal zu überraschen. Der ein oder andere mag vielleicht kritisieren, dass es mit den Erklärungen zu den Rätseln etwas übertrieben wird und einem das Knobeln das ein oder andere Mal abgenommen wird –  den Spielspaß trübt dies aber nicht.

Der Gamemaster

Unser Gamemaster hatte einen wirklich tollen Job gemacht. Er wusste jederzeit, wo wir uns innerhalb des Raumes befanden und hatte ein entsprechendes gutes Gespühr für unsere verbleibende Zeit. Daher hat er sich auch bis kurz vor Schluss Zeit gelassen uns einen entsprechenden Hinweis zukommen zu lassen, nachdem er uns zuvor mit einem Augenzwinkern die Hilfe verweigerte. Seine Tipps waren präzise und so formuliert, dass er nicht zu viel verriet. Die Kommunikation erfolgt über einen Display im Raum, auf welchem neben dem entsprechenden Tipp auch die ablaufende Zeit abgebildet ist.

Obwohl es sich um einen eher klassischen Escape Room handelt, wusste er dennoch zu überzeugen. The Zodiac Killer besticht durch seine mysteriöse Atmosphäre und die Liebe zum Detail. Die Rätsel waren gut ausgewogen und haben alle Spieler involviert. Man will unbedingt wissen, wie es weiter geht und was einem am Ende erwartet, auch wenn die Story nicht ganz so schlüssig ist. Wir haben den Raum zu viert gespielt, jedoch werden auch sechs Spieler entsprechend ihren Spaß haben. The Zodiac Letter lohnt sich für fortgeschrittene Spieler, ebenso wie Neulinge.

Solltet ihr jetzt Lust bekommen haben einen der berühmtesten Serienkiller in den 60ern/70ern zu besuchen, dann bucht euer Abenteuer The Zodiac Letter direkt über die Website vom Mystery House Valkenburg.

Website: http://mysteryhouse.nl/de/

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The Zodiac Letter
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Escape Maniac Transparenzversprechen: Wir wurden von Mystery House Valkenburg eingeladen und mussten daher nicht für das Spielen des Raumes zahlen.

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