Limbus Escape Center – Geostorm – Escape Room Krefeld

Krefeld / 2 – 5 Spieler / Preis: 60 Euro – 30 Euro pro Person / Bewertung: 8.7

Adresse: Ostwall 237, 47798 Krefeld

Gespielt: 27.09.2020

Anzahl der Spieler: 2

Vor knapp 1,5 Jahren kontaktierte uns das Limbus Escape Center, um uns enthusiastisch auf das geplante Bauvorhaben aufmerksam zu machen. Das Konzept des Limbus Escape Center klang spannend, auch wenn sie bis dato keinen Spielraum eröffnet hatten. Um ehrlich zu sein waren wir jedoch auch etwas skeptisch und verwundert, da wir noch nie eine so frühe und motivierte Einladung vor dem eigentlichen Eröffnungszeitraum erhielten. Umso gespannter waren wir, als wir im Spätsommer dieses Jahres endlich von der anstehenden Eröffnung erfuhren. 

Der Anbieter befindet sich in der Innenstadt von Krefeld. Parkplätze findet ihr entlang der Straße in diversen Parkbuchten. Auch die Anreise mit dem ÖPNV gestaltet sich problemlos, da der Anbieter fußläufig vom Hauptbahnhof erreichbar ist. Beim Anbieter angekommen fiel uns sofort die Gestaltung der Außenfassade auf. Das komplette Haus wurde mit Metallplatten verkleidet, eine rostige Patina sowie Räder und Riemen verleihen der Fassade einen industriellen Charme. Als uns die Tür geöffnet wurde, erblickten wir einen Mechaniker im Overall mit dreckverschmiertem Gesicht. Die Art des Empfangs ist gelungen und ließ uns Spieler direkt in die Welt des Limbus Escape Center eintauchen. 

Bereits im Loungebereich wird man auf positiver Weise erschlagen von der Steampunk-Optik. Der riesige Loungebereich ist mit gemütlichen Ledersesseln stilvoll eingerichtet. Bereits hier gibt es in jeder Ecke viel zu entdecken. Nach einer kurzen Verschnaufpause wurden wir von unserem Mechaniker abgeholt und in die Tiefen des Limbus gebracht. Verwinkelte Treppenbereiche, Rauch sowie flackerndes Licht ließen unseren Orientierungssinn schwinden. Nach einer kurzen Fahrstuhlfahrt standen wir vor einem beeindruckend blinkenden Reaktor. Die Situation wurde mit kleinen Schauspielereinlagen von Ingenieuren untermalt. Die Gestaltung der industriellen Steampunk-Welt ist im Limbus wirklich immersiv gelungen. Das Limbus Escape Center hat hier eine aufwendige Parallelwelt erschaffen, die uns sofort beim Betreten des Anbieters beeindrucken konnte. Das Konzept wird auf allen Ebenen des Centers konsequent durchgesetzt. Die Gamemaster agieren als Mechaniker mit passenden Outfits sowie gegenseitiger Interaktion. 

Das Briefing findet anschließend weiterhin thematisch eingebunden statt. Unser Mechaniker erklärte uns die Hintergrundgeschichte des Limbus. Dabei visualisierte ein Video die Informationen, so dass wir seinen Ausführungen gut folgen konnten. Wie auch schon beim Panzerknacker wurde uns in der Missionsbeschreibung zum Geostorm erklärt, welche Aufgaben wir nacheinander zu erledigen haben, um unseren Auftrag erfolgreich abzuschließen. Nachdem wir uns unsere Missionsschritte eingeprägt hatten, starteten wir mit der Portalreise in die Forschungsstation im Eis.

Geostorm

„Eine verlassene Forschungsstation in naher Zukunft: Abgeschnitten von der Zivilisation forscht die böse Exitus Evil Kooperation an neuen Massenvernichtungswaffen, um die Weltherrschaft ein für allemal an sich zu reißen. Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, hat die hochentwickelte künstliche Intelligenz der Exitus Evil Kooperation ein eigenes Bewusstsein entwickelt und die Menschheit für nicht lebenswert erklärt. Die ganze Belegschaft des Labors wurde vernichtet. Nun plant die KI eine hochexplosive Nuklearrakete zu zünden, um die Weltbevölkerung endgültig auszulöschen. Hier kommt ihr ins Spiel:

Wir schicken dich und dein Team mittels unseres Limbus Portals direkt in die arktische Forschungsstation der Exitus, um die unerbittliche KI aufzuhalten und den Raketenstart zu verhindern. Doch das ist noch nicht alles! Die Forschungsstation ist durch den vorherrschenden Geostorm so stark beschädigt, dass das gesamte Gebäude durch die niedrigen Temperaturen innerhalb der nächsten 60 Minuten in sich zusammenzufallen droht. Ein Aufhalten der KI wäre so unmöglich. Beeilt euch, rettet die Menschheit und kehrt an einem Stück wieder zurück! Letzteres ist selbstverständlich optional“

Atmosphäre

Nach unserer Portalreise befanden wir uns in einem kleinen Bereich vor der eigentlichen Forschungsstation. Wind sowie kühle Temperaturen unterstützen hier atmosphärisch das Setting. Nach dem kleinen Starträtsel verschafften wir uns Zugang zur Polarstation. Diese kommt passend zur Thematik steril, hell und clean daher. Zahlreiche technische Gimmicks tragen zur futuristischen Story bei. Der Raum offenbart deren verschiedenen Funktionen nach und nach, was uns gut unterhalten hat und eine schöne Interaktion mit dem Raum und uns Spielern erzielte. Die Dynamik nimmt in der zweiten Spielhälfte zu. Vor allem aufgrund der Zeit kommt es gegen Ende zu einer Hektik, was analog der Entwicklung der Geschichte entspricht. Die Wendung ist effektvoll inszeniert und bietet einen Kontrast zum sterilen Beginn der Mission. Aufgrund des kleinen Laborraums sollte euer Team auf 2-4 Personen beschränken. 

Die Story

Bei Geostorm handelt es sich um ein Missionsspiel. Das Spiel wird vor allem durch ein digitales Schriftstück erzählt, an dessen Stelle wir uns ein indirekteres Storytelling gewünscht hätten. Erst gegen Ende nimmt die Dramaturgie zu, so dass die Geschichte sich zu einem spannenden Finale entfaltet. Gegen Ende ist das Storytelling flüssiger und indirekter, so dass uns das Finale emotionaler packte. 

Die Rätsel

Die Rätsel fügen sich der Laborthematik hervorragend unter. Es handelt sich im Geostorm um eine gute Mischung aus haptischen und kognitiven Aufgaben, die abwechslungsreich daherkommen. Vor allem die kooperativen Aufgaben im Laborsetting haben uns gut unterhalten können. Schade war es, dass wir auch hier Anleitungen zum Lösen der Aufgaben fanden und diese abarbeiten mussten. Eine eigenständige Exploration der Aufgaben blieb somit aus. Insgesamt liefert der Geostorm hier ein flüssiges Gameplay mit einer Vielzahl an Aufgaben, die phasenweise auch non-linear gelöst werden können. 

Der Gamemaster

Bei dem Gamemaster handelt es sich wie oben bereits erwähnt um einen Mechaniker, der mit schauspielerischen Einlagen die Ankunft sowie das Briefing gestaltete. Während des Spiels behielten wir per Gegensprechanlage Kontakt. Die Art der Hinweisgebung war gelungen, hätte jedoch an entsprechender Stelle thematisch noch mehr eingebunden sein können.

FAZIT

Das Limbus Escape Center hat uns mit dem Erschaffen seiner Parallelwelt komplett verzaubert. Der Aufwand, der hier bereits bei der Ankunft betrieben wird, ist absolut beeindruckend. Das raumübergreifende Konzept wird konsequent von allen Mitarbeitern verkörpert und spiegelt sich in allen Bereichen des Limbus auch baulich wider. 

Geostorm ist ein Raum mit Fokus auf haptischen Rätseln. Das sterile Laborsetting passt schon zu Beginn gut zur Thematik. Uns hat Geostorm vor allem ab der zweiten Hälfte wegen der Dynamik im Storytelling packen können. Die kooperativen Rätsel haben uns eine Stunde gut unterhalten können, so dass wir euch auch den Geostorm mit einer Kleingruppe weiterempfehlen. 

An dieser Stelle ist es uns wichtig zu erwähnen, dass es sich bei Geostorm um eine Weiterentwicklung vom Labor im Eis bei Nexus handelt. Solltet ihr den Raum bereits gespielt haben, werdet ihr zu Beginn vieles wieder erkennen. Dennoch lohnt sich ein erneuter Besuch, da Geostorm einige Überraschungen bereithält und euch zu einem unerwarteten Finale führt. 

Website: https://www.limbus-escape.de

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Geostorm
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Escape Maniac Transparenzversprechen: Malte wurde vom Limbus Escape Center in Krefeld eingeladen und musste für das Spielen von “Geostorm” nichts zahlen.

Malte S

Malte ist seit 2018 Teil des Escape Maniac Teams und testet für euch Räume hauptsächlich in NRW, dem Ruhrpott oder was sich sonst so westlich von Berlin befindet. Malte ist immer auf der Suche nach dem perfekten Abenteuer und Immersion. Sein Lieblingsraum ist von Skurrilum "Ernie Hudson und der Zoo des Todes".

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