Escape Welt – Das verlorene Grabmal – Escape Room Leipzig Review

Leipzig / 2 – 6 Spieler:innen / Preis: 35 – 20 Euro pro Person / Bewertung: 5.7

Adresse: Oststraße2 20, 40210 Düsseldorf

Gespielt: 13.06.2020

Anzahl der Spieler:innen: 5

Ende 2019 öffnete im Leipziger Stadtteil Reudnitz unter dem Namen Escape Welt ein neuer Escape Room Anbieter seine Pforten. Also haben wir uns auf den Weg gemacht um zwei Räume vor Ort zu spielen. Den Beginn machte der Escape Room Das verlorene Grabmal. Lest hier, ob der Raum uns überzeugen konnte.

Das Ladenlokal von Escape Welt befindet sich in der Oststraße 20 in einem Eckgebäude. Wir hatten keine Probleme in einer der Nebenstraßen einen Parkplatz zu finden. Solltet ihr mit dem öffentlichen Nahverkehr anreisen, bietet sich die Haltestelle Ostplatz an. Von da aus sind es nicht einmal 5 Minuten bis zu Escape Welt.

Das Ladenlokal ist recht geräumig, so dass mehrere Teams gleichzeitig in Empfang genommen werden können und sich Keiner auf den Füßen stehen muss. Blickfang im recht einfach gehaltenen Empfangsbereich sind lustige Pappaufsteller im Comic-Look ihrer Escape Rooms: Das verlorene Grabmal und Rettungsmission der Menschheit.  Der Empfang war nett, wenn auch etwas zurückhaltend. 

Neben den beiden oben genannten Räumen gibt es noch die Escape Rooms Die verfluchten Schätze und Das Geld der Mafia. Also genug Auswahl um hier öfters vorbei zukommen.

Nach dem wir unsere Wertsachen in den bereitgestellten Spinden verstaut hatten, bekommen wir ein kurzes Standardbriefing. Für die eigentliche Geschichte des Raumes wurden wir zum Eingang von Das verlorene Grabmal geführt. Dort haben wir zwei Lampen in die Hand gedrückt bekommen, mit denen wir das Grabmal erkunden sollten.

Das verlorene Grabmal

(c) Escape Welt Leipzig 2020

„Ihr seid Forscher im alten Ägypten und nach 7 Monaten Suche in der verlorenen Grabkammer des verstorbenen Pharaos Apis angelangt. Ihr seid die ersten Menschen, seit Jahrtausenden. Ihr wollt die alten Schätze heben und steigt in die dunkle Kammer, randvoll mit mystischen Schätzen, die im Schein eurer Lampen funkeln. Doch einer von euch löst eine versteckte Falle aus und der Eingang zur Kammer wird verschüttet. Euer einziger Ausweg ist die Flucht bevor euch der Sauerstoff ausgeht.“

Der Raum

Nachdem sich die Tür des verlorenen Grabmals hinter uns schloss, fanden wir uns in einem spärlich beleuchteten Raum wieder und sogleich wurde uns klar warum wir die Lampen benötigen würden. Über einen Lautsprecher wurde uns nun die eigentliche Story des Raumes vorgetragen. Leider war diese kaum akustisch zu verstehen und auch laienhaft vorgetragen, was diese Art der Inszenierung doch recht überflüssig wirken ließ.

Blickfang des Raumes war ein Sarkophag und eine große Anubisstatue. Die Wände sind erwartungsgemäss mit Bildern und Hieroglyphen versehen gewesen. Jedoch wirkte der Raum eher wie ein spärlich dekorierter Raum als dass man das Gefühl hatte tatsächlich in einer Pyramide zu sein. Es wird komplett auf Sound (außer dem Surren der Lüftung) und sonstige (Licht-)Effekte verzichtet. Abgesehen von einer sich öffnenden Tür gibt es leider auch kein richtiges Finale. Atmosphärisch ist hier noch Luft nach oben.

Die Rätsel

Die Rätsel von Das verlorene Grabmal ordnen sich thematisch dem Setting eines Grabmals gekonnt unter und sind weniger bemerkenswert – bis auf ein Rätsel. Dieses ist zwar nicht sonderlich spektakulär, aber tatsächlich fragten wir uns, warum andere Anbieter von Pyramiden – Escape Rooms diese bisher noch nicht so verwendet hatten. Die Integration hat thematisch Sinn gemacht, auch wenn Spieler:innen die im Physikunterricht gut aufgepasst haben, dieses auch ohne Hilfestellung lösen sollten. Ein Großteil der ersten Hälfte des Raumes wird durch das Suchen von Gegenständen bestimmt. Wobei die spärliche Beleuchtung hier die größte Hürde darstellt. 

Die Rätselführung an sich empfanden wir als mangelhaft. Uns war nie so richtig klar, was wir jetzt eigentlich gerade tun mussten und was das Lösen der Rätsel ausgelöst hat. Sympathisch war hier der Gamemaster-Kommentar „Ach dazu müsst ihr noch das andere Rätsel lösen, dass es weiter geht“. Jedoch ist dies nie aus dem Kontext des Raumes hervorgegangen. Ein „Rätsel“ konnte man dann auch noch komplett überspringen. Zum Weiterkommen im Raum war das Rätsel nicht essentiell, obwohl man dafür etwas mehr Vorarbeit leisten musste. Pluspunkt für Spieler:innen die keine Schlösser mögen, ist der Verzicht auf Schlösser im Raum. Die Rätsel sind alle mechanischer Natur.

Die Gamemasterin

Die Art der Rätselführung machte es der Gamemasterin auch nicht immer einfach, dem Geschehen zu folgen. Ansonsten machte sie unter den Umständen einen souveränen Job. Das Timing war gut und die Hinweise nicht zu direkt, wenn auch nicht unbedingt im Kontext der Story.

Escape Welt liefert für das Jahr 2020 einen recht durchschnittlichen Escape Room mit Das verlorene Grabmal ab. Leider wollte der Funke bei uns nicht so richtig überspringen, da hier kein Faktor eines Escape Room Erlebnisses so richtig zu überzeugen wusste. Wäre die Atmosphäre und das Storytelling dichter gewesen, so hätte man auch über mangelhafte Rätsel hinwegsehen können. Oder hätten die Rätsel überraschen können und wäre die Rätselführung wesentlich intuitiver gewesen, dann hätte man auch bei der mangelnden Atmosphäre ein Auge zudrücken können. Jedoch so bleibt am Ende für Vielspieler nicht viel übrig, als ein mäßiges Erlebnis.

Weniger erfahrene Spieler:innen werden hauptsächlich durch die mangelhafte Rätselpräsentation ihre Frustmomente erfahren, während der Raum für diese noch okay ist. Mit 2 – 3 Spieler:innenn sollte man dann aber auch gut aufgestellt sein, um aus dem verlorenen Grabmal zu entkommen.

Übrigens bietet Escape Welt auch eine recht einmalige Geld Zurück Garantie an. Falls euch nach den ersten 15 Minuten das Erlebnis nicht gefällt, gibt es es das Geld zurück.

Website des Anbieters: https://escapewelt.de

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Das verlorene Grabmal
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1 Antwort

  1. 7. Juli 2020

    […] sind lustige Pappaufsteller im Comic-Look ihrer Escape Rooms: „Das verlorene Grabmal“ (Zur Review) und „Rettungsmission der Menschheit“.  Der Empfang war nett, wenn auch etwas […]

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