[Im Test] Exit – Das Buch: Das Geheimnis der Piraten

Die Exit – Das Spiel Reihe beschränkt sich schon lange nicht mehr auf die klassischen Rätselspiele für den Wohnzimmertisch. Neben den neuen Exit Puzzle Spielen, gibt es jetzt schon seit fast 3 Jahren auch entsprechende Rätselbücher der Marke. Diese werden auch vom bekannten Autorenduo hinter den Spielen, Inka und Markus Brand, mit verfasst. Nachdem wir uns vor 3 Jahren einen Eindruck vom Erstlingswerk „Der Keller der Geheimnisse“ machen durften, war dieses Jahr eine der beiden Kids-Varianten an der Reihe.

Mit Exit – Das Buch: Der geheime Schatz und Exit – Das Buch: Das Geheimnis der Piraten sind nun erstmalig zwei Bücher am Markt erschienen, welche sich gezielt an Kinder ab 8 Jahren richten sollen.

Der Kosmos Verlag hat uns für unseren Test „Exit – Das Buch: Das Geheimnis der Piraten“ zur Verfügung gestellt. Lest hier, ob diese Bücher das Escape Room Fieber bei euren Kids entfachen können.

Was vielleicht Viele nicht wissen, ist dass wir auch Escape Room Nachwuchs hier zu Hause haben. Unsere Älteste ist zwar noch keine 8 Jahre, aber mit ihren 5 Jahren liebt sie Geschichten jedes Genres und zeigt auch die nötige Geduld diesen Stories durchweg zu folgen. Also haben wir uns mit ihr zusammen auf den Weg gemacht das Geheimnis der Piraten zu lüften.

Um was geht es bei Exit – Das Buch: Das Geheimnis der Piraten?

Jakob, Neli und Marek sollen als Strafe im Ferienlager gemeinsam Nachtwache am Lagerfeuer halten. Mysteriöse Geräusche und Spuren führen die drei Kinder in ein Piratenmuseum und in die Hände einer Einbrecherbande. Neben ihrer Flucht vor den Ganoven müssen die drei noch die Rätsel des berühmten Piraten Neunauge lösen und sein Geheimnis wie er dem Tod entkommen ist. Ihr Weg führt sie dabei durch dunkle Wälder, über das Meer und in längsvergessene Höhlen.

Wie spielt sich Exit – Das Buch?

Die Herangehensweise bei den Exit Kinderbüchern unterscheidet sich nicht von denen für die älteren Rätselfans. Exit – Das Buch: Das Geheimnis der Piraten kommt zusammen mit einem kleinen Begleitheft, dem Codex. Vor Beginn des Lesens mussten wir drei Farbstreifen mit Zahlen von 0 – 9 aus dem Codex ausschneiden und fügten diese in die vordere Dekodierklappe des Buches ein.

Während des Lesens von EXIT- Das Buch, mussten wir für jedes der Rätsel drei Zahlen ermitteln und über die Streifen in die Dekodierklappe „eingeben“. Auf der Rückseite der Dekodierklappe erscheinen nun eine Seitenzahl, z.B. 058, als auch drei Symbole. Waren die drei Symbole auf der herausgefundenen Seitenzahl im Buch deckungsgleich, so wussten wir, dass wir auf der richtigen Spur waren. Abweichungen bei den Symbolen zeigten uns, dass die Lösung falsch war.

Exit – Das Buch: Das Geheimnis der Piraten wird nicht von vorne nach hinten durchgelesen. Vielmehr springt man mal nach hinten ins Buch, um dann beim nächsten Rätsel wieder fast ganz vorne im Buch zu landen. Es gibt hier keine Ordnung. 

Neben den Farbstreifen befinden sich im Codex weitere wichtige Elemente für das Lösen der Rätsel im Buch. Clever gelöst haben die Macher die Möglichkeit der Hinweisübermittlung, falls man bei einem Rätsel nicht weiterkommt. Dafür gibt es im Codex pro Rätsel drei Rubbelfelder, die nach und nach freigerubbelt werden können.

Wie auch bei den bekannten Exit Spielen darf hier gefaltet, geschnitten und geklebt werden. Was auch dieses Abenteuer zu einer einmaligen Sache macht.

Und wie ist die Qualität der Rätsel?

Soweit wir es beurteilen konnten, sind die 10 Rätsel recht kindgerecht gehalten, jedoch nicht einfallslos. Es müssen keine stupiden Matheaufgaben, Worträtsel oder Labyrinthe gelöst werden. Die Rätsel sind, wie auch in den klassischen Exit Spielen, überraschend und kreativ in Szene gesetzt.

Unsere 5-Jährige konnte tatsächlich bei dem ein oder anderen Rätsel mithelfen, welches ihr immer ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Vor allem, wenn es darum ging etwas zusammen zu puzzeln, zu zählen oder auch Dinge zu vergleichen. Hier konnte sie mit Unterstützung doch einen recht großen Beitrag leisten. Jedoch sollte man auch die Rätsel nicht unterschätzen. Hier werden auch noch 8-jährige Kinder entsprechende Hilfe benötigen.

Selbst wir sind bei zwei Rätseln etwas ins Straucheln geraten, welche Kinder vermutlich wesentlich schneller und einfacher durchdacht hätten. Wie auch bei den klassischen Spielen waren wir so kooperativ unterwegs und was gibt es Schöneres als ein Abenteuer zusammen mit seinen Kindern zu erleben. Das gemeinsame Rätseln peppt das Vorlesen für die Jüngsten noch einmal so richtig auf und die Rätsel lassen sie staunen, auch wenn diese für Erwachsene nicht immer unbedingt neu sind.

Hat uns die Story von „Exit – Das Buch: Das Geheimnis der Piraten“ gefallen?

Fragt man unsere kleine Escaperin, dann war die Geschichte eine 10 von 10. Sie hat von Herausforderung zu Herausforderung mitgefiebert. Auch wenn es vielleicht die ein oder andere Länge gab zwischen den Rätseln. Der Aufbau ist nicht für ungeduldige Kinder geeignet, denn bis es zu den Rätseln kommt, vergeht etwas Zeit und die ein oder andere Seite. Hier wird sich Zeit gelassen die Figuren zu etablieren.

Das Geheimnis der Piraten wird komplett aus der Ich-Perspektive von Jakob erzählt. Die 3 Kinder entsprechen nicht unbedingt den Stereotypen, was vor allem schön bei Neli zu sehen ist. Sie ist in vielen Punkten wesentlich anpackender und selbstbewusster als die beiden Jungs um sie rum. Da man sich vor allem bei ihr und Marek die Mühe gemacht hat noch eine kleine Hintergrundgeschichte unterzubringen, versteht man diese beiden wesentlich besser als Jakob.

Für kleine Entdecker gibt es hier auch die ein oder andere gruseligere Passage, bei welcher die Spannungsschraube jedoch nie überdreht wird und so der Geschichte die nötige Aufregung verleiht.

Kaufen oder nicht kaufen?

Wir als Rätselfans sprechen hier natürlich eine klare Kaufempfehlung für Exit – Das Buch: Das Geheimnis der Piraten aus. Die Story um das Kids-Trio ist fesselnd und die Rätsel genau richtig herausfordernd für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren. Jedoch ist natürlich auch alles davon abhängig, ob eure Kinder gerne lesen, denn schließlich stehen zwischen ihnen und dem Ende der Geschichte über 140 Seiten mit wenig Illustrationen. Und wer weiß: Vielleicht lest ihr mit ihnen zu Beginn gemeinsam das Buch und entfacht damit ihre Neugier auf Geschichten in Papierform und vor allem Rätselabenteuer.

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Das Buch wurde uns kostenlos als Rezensionsexemplare vom Kosmos Verlag zur Verfügung gestellt.

Sebastian [Escape Maniac]

Ich bin der Gründer von Escape Maniac. Seit 2015 spiele ich in unterschiedlichen Konstellationen Escape Rooms. Mir ist es wichtig, für euch die besten Escape Rooms zu finden.

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