[Im Test] EXIT – Das Spiel: Der perfekte Einbruch

Ohne App spielbarEinmaliges SpielerlebnisMaterial wird verändert
ESCAPE MANIAC · EXIT – DAS SPIEL: DER PERFEKTE EINBRUCH IM TEST

Heute wird getestet und gefeiert. Vor zehn Jahren erschienen mit „Die verlassene Hütte“, „Das geheime Labor“ und „Die Grabkammer des Pharao“ die ersten Abenteuer von EXIT – Das Spiel. Auch Escape Maniac wurde dieses Jahr zehn Jahre alt. Zum gemeinsamen Jubiläum landet „Der perfekte Einbruch“ auf unserem Tisch – zunächst als Sonderedition in einer Metallbox.

Was damals mit drei kleinen Schachteln begann, entwickelte sich zu einer der großen Erfolgsgeschichten im deutschen Brettspielmarkt. Bereits 2017 wurde „EXIT – Das Spiel“ zum Kennerspiel des Jahres gewählt. Mittlerweile umfasst die Reihe zahlreiche Abenteuer, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, EXIT Kids, Puzzles und weitere Varianten. Sie wurde international veröffentlicht und hat das Prinzip der Escape Rooms für Millionen Menschen auf den heimischen Spieltisch gebracht.

Auch bei uns hat sich in diesen zehn Jahren einiges getan. Anfangs wollte der Funke bei EXIT noch nicht vollständig überspringen. Die ersten Abenteuer waren uns teilweise zu abstrakt, und die Geschichte spielte für unseren Geschmack eine zu kleine Rolle. Das änderte sich ziemlich schnell. Seitdem landeten die kleinen Schachteln von KOSMOS regelmäßig auf unserem Tisch. Wir haben Karten zerschnitten, Schachteln zerlegt, Material zweckentfremdet und uns mehr als einmal gefragt, wie Inka und Markus Brand schon wieder auf so eine Rätselidee gekommen sind.

Also schauen wir mal, ob sich zehn Jahre EXIT auch wie zehn Jahre EXIT anfühlen.

Der perfekte Einbruch

George Reed betreibt ein großes Casino und soll seine Gäste mit manipulierten Spielgeräten um ihr Geld bringen. Unsere Aufgabe ist es, zunächst in seine Villa einzubrechen und schließlich den Hochsicherheits-Tresorraum des Casinos zu knacken. Dort sollen sich die Beweise für seine Machenschaften befinden.

Das Setting passt zu EXIT. Einbruch, Tresor, Sicherheitssysteme und Codes schreien geradezu nach Rätseln. Am bekannten Spielprinzip ändert sich wenig: Rätselkarten, Lösungskarten, Hilfekarten, seltsame Teile und natürlich die Decodier-Scheibe sind wieder dabei. Wer EXIT kennt, kann praktisch sofort loslegen.

Beim Spielprinzip bleibt also alles beim Alten. Aber ist das zum zehnten Geburtstag genug?

Was hat man von den Rätseln zu erwarten?

KOSMOS ordnet „Der perfekte Einbruch“ als Abenteuer für Fortgeschrittene ein. Für uns als erfahrene EXIT-Spielende bewegt es sich eher im unteren bis mittleren Bereich dieser Kategorie.

Die Rätsel sind abwechslungsreich und reichen von Logik und Kombinatorik über Puzzles bis zum kreativen Umgang mit dem Material. Einige Aufgaben konnten uns wirklich überraschen und zeigen, dass der EXIT-Reihe selbst nach zehn Jahren noch nicht die Ideen ausgehen.

Insgesamt hätten wir uns zum Jubiläum aber etwas mehr davon gewünscht.

Uns wurde manchmal sehr deutlich gezeigt, was als Nächstes zu tun ist. Das nimmt manchen Rätseln genau den Moment, den wir an EXIT so mögen: Man sitzt vor irgendeinem merkwürdigen Stück Pappe, hat überhaupt keine Ahnung, was man damit anfangen soll, und plötzlich macht es Klick.

Solide ist das alles trotzdem. Nur eben selten außergewöhnlich.

Eine Jubiläumsbox für EXIT

Produktbox der Jubiläumsedition von EXIT – Das Spiel: Der perfekte Einbruch

Optisch macht die Sonderedition etwas her. Die Metallbox hebt „Der perfekte Einbruch“ von den normalen EXIT-Schachteln ab und fühlt sich für das zehnjährige Jubiläum passend an. Dazu legt KOSMOS Schere, Kugelschreiber, Bleistift, Radiergummi und Lineal bei. Damit haben wir die üblichen Utensilien für die nächsten Abenteuer gleich beisammen.

Wer darin Hinweise auf völlig neue Rätselmechaniken vermutet, sollte seine Erwartungen allerdings bremsen. Die zusätzlichen Gegenstände dienen größtenteils als praktische Spielutensilien und kleine Extras für Fans.

Die Jubiläumsedition ist damit vor allem eine schönere und umfangreicher ausgestattete Version des Spiels. Das eigentliche Abenteuer steckt weiterhin in den Karten, den seltsamen Teilen und den Rätseln.

Auf die nächsten 10 Jahre!

„Der perfekte Einbruch“ ist am Ende vor allem eines: ein klassisches EXIT – Das Spiel. Und das ist erst einmal nichts Schlechtes.

Das Einbruchsszenario funktioniert, und auch nach zehn Jahren schaffen es Inka und Markus Brand noch, die eine oder andere neue Idee aus der Schachtel zu zaubern. Gerade zum großen Jubiläum hätten wir uns aber mehr dieser typischen EXIT-Momente gewünscht, bei denen man anschließend grinsend am Tisch sitzt.

Das Jubiläums-EXIT vor fünf Jahren konnte uns etwas mehr überzeugen. „Die Rückkehr in die verlassene Hütte“ schlug den Bogen zu den Anfängen der Reihe und brachte mit dem 3D-Aufbau auch spielerisch etwas mit, das sich nach Jubiläum anfühlte. Einen solchen besonderen Kniff hätten wir uns auch zum Zehnjährigen gewünscht.

Trotzdem darf man bei aller Kritik nicht vergessen, was EXIT in diesen zehn Jahren geschafft hat. Die Reihe hat das Rätseln auf unzählige Küchentische gebracht. Für manche war eine EXIT-Box wahrscheinlich der erste Kontakt mit dieser Art von Rätseln, bevor irgendwann der erste echte Escape Room folgte.

Vielleicht ist genau das der passendste Blick auf dieses Jubiläum. EXIT muss nach zehn Jahren nicht mehr beweisen, dass das Konzept funktioniert. Die Reihe ist längst ein fester Bestandteil der Rätselwelt geworden und hat diese mitgeprägt. Wir haben sie fast von Anfang an begleitet und werden wohl auch weiterhin jede neue Schachtel neugierig öffnen.

In diesem Sinne: Auf die nächsten zehn Jahre. Für EXIT, für Escape Maniac und natürlich für noch viele verdammt gute Rätsel.

FAZIT

Das bekannte EXIT-Prinzip funktioniert auch nach zehn Jahren noch, und einzelne Rätsel konnten uns überraschen. Insgesamt blieb Der perfekte Einbruch für uns aber eher solide als außergewöhnlich. Gerade zum Jubiläum hätten wir uns mehr besondere Ideen gewünscht; Die Rückkehr in die verlassene Hütte hatte hier für uns mehr zu bieten.

Wer ein klassisches EXIT-Abenteuer für Fortgeschrittene sucht, bekommt abwechslungsreiche Rätsel. Für erfahrene Teams liegt der Anspruch aus unserer Sicht eher im unteren bis mittleren Bereich dieser Kategorie. Die Metallbox macht daraus vor allem eine schöne Jubiläumsausgabe.

Wir haben von Kosmos ein Rezessionsexemplar erhalten. Allerdings hatte dies keinen Einfluß auf die Bewertung des Spiels.

2 Antworten

  1. 8. Oktober 2026

    […] zu einem Geschenk für Fans der Reihe. Unsere ausführlichen Eindrücke stehen in unserem Test zu Der perfekte Einbruch […]

  2. 10. Oktober 2026

    […] Zum Einzeltest von 2026 […]

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