[Im Test] EXIT – Das Spiel Family: Der verlorene Piratenschatz
Ein EXIT, bei dem unsere Kinder wirklich selbst rätseln können? Genau das wollten wir mit EXIT Family – Der verlorene Piratenschatz ausprobieren. Wir haben das KOSMOS-Abenteuer mit unseren Kindern von neun und elf Jahren gespielt. Uns interessierte besonders, ob die einfacheren Rätsel auch gemeinsam als Familie Spaß machen.
Was erwartet euch bei der Schatzsuche?
Gemeinsam mit den EXIT Heroes wird aus einem Besuch auf einem Museumsschiff ein Piratenabenteuer. Ein verborgener Schatz muss gefunden werden, bevor die Piratencrew zugreift. Die Geschichte bleibt unkompliziert, liefert aber einen verständlichen Rahmen für die Rätsel.
Durch die Geschichte führen Abenteuer-Karten, die mit Symbolen gekennzeichnet sind. Sie zeigen euch, welche Rätselkarten ihr als Nächstes braucht. Diese erkennt ihr an Buchstaben. Zum Lösen untersucht und kombiniert ihr die Hinweise auf den Karten und die beiliegenden „seltsamen Teile“.
Jedes gelöste Rätsel ergibt einen dreistelligen Code, den ihr auf der Decodier-Scheibe einstellt. Sie zeigt euch, ob die Lösung stimmt und mit welcher Abenteuer-Karte es weitergeht. So entdeckt ihr Schritt für Schritt die Geschichte und das dazugehörige Material. Falls ihr feststeckt, findet ihr die Hilfen gesammelt im Anleitungsheft. Separate Hilfekarten gibt es nicht.
Dabei bleibt es nicht beim Lesen und Kombinieren von Karten: Auch die Papierteile werden untersucht und gefaltet. Gerade das Anfassen und Ausprobieren gefällt unseren Kindern. Sie können mit dem Material arbeiten, statt nur über einer abstrakten Aufgabe zu grübeln.
Auch die größeren Rätsel- und Abenteuer-Karten sind praktisch. Zu viert können wir gleichzeitig nach Details suchen, ohne ständig eine kleine Karte weiterreichen zu müssen.
Wie gut funktioniert EXIT Family mit 9 und 11 Jahren?
Für unsere Kinder passt das Niveau sehr gut. Unser elfjähriges Kind konnte viele Aufgaben schon selbstständig angehen. Mit neun Jahren brauchte es gelegentlich einen kleinen Impuls, besonders wenn mehrere Hinweise zusammengehörten. Beide konnten aber eigene Ideen ausprobieren und zum Fortschritt beitragen.
Dabei hilft es, sich als Erwachsener bewusst zurückzunehmen. Manche Zusammenhänge erkennen wir schnell. Statt die Lösung auszusprechen, stellen wir lieber eine Frage oder lassen die Kinder ihre Idee ausprobieren. Beim Spielen mit ihnen ist uns wichtiger, dass sie eigene Lösungen finden, als dass wir selbst möglichst lange grübeln.
Was macht uns Erwachsenen dabei Spaß?
Bei EXIT geht es für uns auch darum herauszufinden, wie das Material eingesetzt wird. Ein zunächst unscheinbares Papierteil bekommt plötzlich eine Funktion, oder durch Falten und Kombinieren ergibt sich ein neuer Zusammenhang. Solche kleinen Überraschungen machen auch dann Spaß, wenn der Lösungsweg schnell erkennbar ist.
Was solltet ihr vor dem Kauf wissen?
KOSMOS gibt eine Spielzeit von 45 bis 75 Minuten an. Das ist ein überschaubarer Rahmen für einen Familienabend. Wie lange ihr tatsächlich braucht, hängt davon ab, wie viel ihr ausprobiert und welche Hilfe nötig ist.
Das Abenteuer ist als einmaliges Erlebnis gedacht: Material wird verändert, und nach dem Durchspielen kennt ihr die Lösungen. Uns stört das wenig, weil wir EXIT als gemeinsames Erlebnis betrachten. Wenn ihr ein regelmäßig wiederholbares Spiel sucht, solltet ihr diesen Punkt berücksichtigen.
Für wen lohnt sich Der verlorene Piratenschatz?
- Für Familien mit Kindern ab etwa acht Jahren, die gemeinsam rätseln und bei Bedarf unterstützen möchten.
- Für Eltern und Kinder, die in die EXIT-Reihe einsteigen wollen.
- Für erfahrene Spielende, die das Rätseln mit ihren Kindern teilen möchten.
Ein EXIT für gemeinsames Familienrätseln
Mit unseren Kindern von neun und elf Jahren hat Der verlorene Piratenschatz gut funktioniert. Beide konnten viele Aufgaben selbst angehen und brauchten nur gelegentlich Unterstützung. Besonders das Anfassen, Kombinieren und Ausprobieren hielt sie beim Rätseln dabei.
Für uns erfahrene Erwachsene war das Abenteuer leicht. Als gemeinsames Familien-EXIT empfehlen wir es dennoch: Die Kinder können selbst auf Lösungen kommen, während die Materialideen auch uns Spaß machten.
Wir haben von Kosmos ein Rezessionsexemplar erhalten. Allerdings hatte dies keinen Einfluß auf die Bewertung des Spiels.

2 Antworten
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